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Zukunft gesichert: Johanniter bleiben fester Bestandteil des Rettungsdienstes in Hildesheim

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Kontinuität am Standort Cheruskerring

Die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) wird auch in den kommenden Jahren eine zentrale Rolle in der Notfallversorgung der Stadt Hildesheim einnehmen. Im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung hat die Stadt den Rettungsdienst zum 1. Juli 2026 neu vergeben und dabei erneut auf die bewährte Zusammenarbeit mit den Johannitern gesetzt.

Der neue Vertrag umfasst den Betrieb von zwei Rettungswagen (RTW) sowie drei Krankentransportwagen (KTW). Damit sichern die Johanniter nicht nur die medizinische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger, sondern bieten auch ihren Mitarbeitenden am Standort Cheruskerring eine langfristige berufliche Perspektive.

Die Laufzeit der neuen Beauftragung beträgt bis zu fünfeinhalb Jahre. Diese Entscheidung basiert auf dem gemeinsamen Rettungsdienstbedarfsplan der Stadt und des Landkreises Hildesheim, der eine moderne und qualitativ hochwertige Patientenversorgung zum Ziel hat.

Modernisierung und Standortentwicklung

Parallel zur vertraglichen Sicherung hat sich der Standort am Cheruskerring 53 in den vergangenen Monaten umfassend gewandelt. Die Johanniter haben das Areal zu einem modernen Zentrum entwickelt, das weit über den klassischen Rettungsdienst hinausgeht.

Neben der Rettungswache finden Bürger dort nun eine zentrale Anlaufstelle für Erste-Hilfe-Kurse, Beratungen zum Hausnotruf sowie Informationen zum Ehrenamt und Freiwilligendienst. Auch die Jugendarbeit wurde durch die Gründung einer neuen Gruppe Ende August massiv gestärkt, um den Verband fest in der lokalen Gemeinschaft zu verwurzeln.

Durch die erweiterten räumlichen Kapazitäten können zudem regelmäßige Fortbildungen für das Fachpersonal direkt vor Ort durchgeführt werden. Zuletzt wurden dort praxisnahe Trainings für Rettungssanitäter in den Bereichen Patientenmobilisation und Medikamentenlehre absolviert, um die hohen Qualitätsstandards der Notfallrettung zu gewährleisten.

Fokus auf Personal und Verlässlichkeit

Für die Verantwortlichen der Johanniter steht die Stabilität des Teams im Vordergrund. Regionalvorstand Marius Dossow betonte, dass die erneute Beauftragung eine Anerkennung für den engagierten Einsatz der Mitarbeitenden in den vergangenen Jahren sei.

Trotz allgemeiner Herausforderungen in der Branche, wie etwa punktuellen Personalengpässen, blickt die Organisation optimistisch in die Zukunft. Die Johanniter suchen aktiv nach neuen Fachkräften, um das Team für die kommende Vertragslaufzeit am modernisierten Standort weiter zu verstärken.

Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer unterstrich bei der Vertragsunterzeichnung die Bedeutung verlässlicher Partner. Die Entscheidung für die Johanniter und den ebenfalls beauftragten Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) stehe für Kontinuität und eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe im Interesse der öffentlichen Sicherheit.

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