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Strukturwandel im Rettungsdienst: Altmoorhausen wird neuer Notarztstandort im Kreis Oldenburg

Generatives KI Bild / Google

Zusammenlegung der Standorte Bookholzberg und Sandkrug

Im Landkreis Oldenburg tritt am 1. April eine grundlegende Neustrukturierung der notärztlichen Versorgung in Kraft. Die bisherigen Notarztstandorte in Bookholzberg und Sandkrug werden organisatorisch zusammengeführt und an einen neuen, zentralen Standort im Gewerbegebiet Altmoorhausen (Gemeinde Hude) verlagert.

Mit dieser Maßnahme reduziert sich die Zahl der Standorte für Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) im Kreisgebiet von bislang drei auf künftig zwei. Neben dem neuen Stützpunkt in Altmoorhausen bleibt der bestehende Standort in Wildeshausen weiterhin erhalten.

Effizienzsteigerung durch Bedarfsanalyse

Die Entscheidung für die Umstrukturierung basiert auf einer detaillierten Bedarfsanalyse der Universität Maastricht, die im Auftrag der Großleitstelle Oldenburger Land erstellt wurde. Ziel der Reform ist es laut Landrat Christian Pundt, die Ressourcen gezielter einzusetzen und die Notfallversorgung leistungsfähiger sowie zukunftssicher zu gestalten.

Ursprünglich war Munderloh als möglicher Standort im Gespräch gewesen, doch letztlich fiel die Wahl auf eine geeignete Immobilie im Gewerbegebiet Altmoorhausen. Die Lage nahe der Autobahn A28 wird als strategisch vorteilhaft bewertet, um die einsatzrelevanten Gebiete im Norden des Landkreises schnell erreichen zu können.

Kritik an möglicher Unterversorgung

Trotz der offiziellen Begründung einer Effizienzsteigerung stieß die Reduzierung der Standorte im Vorfeld auf Kritik. Kritiker äußerten Besorgnis über eine mögliche Unterversorgung in bestimmten Randgebieten, insbesondere in den Gemeinden Wardenburg und Großenkneten. Die Verantwortlichen des Rettungsdienstes, darunter Frank Flake, betonen hingegen, dass durch die neue Positionierung die Hilfe im Ernstfall weiterhin zeitnah vor Ort sein wird. Die Zusammenarbeit mit den Rettungskräften der benachbarten Städte Oldenburg und Delmenhorst bleibe zudem ein wichtiger Pfeiler der regionalen Versorgungsstrategie. Eine Zusammenarbeit hinweg über Landkreis- und Städtegrenzen ist auch im niedersächsischem Rettungsdienst gefordert und wird damit nochmals optimiert.

Umsetzung zum 1. April

Der neue Standort wird von den Maltesern Oldenburg betrieben. Zur offiziellen Vorstellung der neuen Räumlichkeiten kamen Vertreter der Kreispolitik sowie Verantwortliche des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz zusammen.

Ab Anfang April wird das Notarzteinsatzfahrzeug offiziell von Altmoorhausen aus ausrücken. Damit endet die Ära der dezentralen Stationierung in Sandkrug und Bookholzberg zugunsten einer konzentrierten Struktur an der Autobahnachse.

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